Kau-Weihrauch Luban aus Äthiopien – Tradition, Forschung und Qualität

Kau-Weihrauch: Tradition, Forschung und Qualität

Grundlage dieses Artikels ist ein Text von Birgit Adler, die Kirchen-Weihrauch gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard von 2008 bis 2023 aufgebaut hat. Wir haben ihn gekürzt, aktualisiert und um den heutigen Stand der Forschung ergänzt.

Kau-Weihrauch ist Weihrauchharz, das in seinen Herkunftsländern seit Jahrhunderten gekaut wird – für einen frischen Atem, im Alltag und in der traditionellen Volksheilkunde. Woher er kommt, was die Forschung heute über Weihrauch weiß, wie er schmeckt und wie wir unseren Luban prüfen lassen, lesen Sie hier.

Kau-Weihrauch Luban großkörnig – laborgeprüfter Boswellia Papyrifera aus Äthiopien

→ Direkt zu unserem Kau-Weihrauch Luban

Was ist Kau-Weihrauch – und woher kommt er?

Über Kau-Weihrauch wurde im Internet schon viel geschrieben – deshalb möchten wir hier vor allem Ergänzungen aus unserer eigenen Sicht und Erfahrung geben.

Weihrauch ist das Harz eines Laubbaumes, der in einem Gürtel von Indien über Oman und Jemen bis an die afrikanische Ostküste wächst – Somalia, Äthiopien, Eritrea. Unser Kau-Weihrauch Luban stammt aus Äthiopien. Es handelt sich um Boswellia Papyrifera, eine Sorte, die in ihrer Heimat traditionell gern gekaut wird.

Weihrauch in der traditionellen Heilkunde

In allen Herkunftsländern hat Weihrauch neben dem Räuchern einen festen Platz in der überlieferten Heilkunde. In Indien gehört er seit Jahrhunderten zur ayurvedischen Lehre. Auf der Arabischen Halbinsel und am Horn von Afrika wird das Harz gekaut, und im Oman bereitet man daraus traditionell auch einen Sud zu, der getrunken wird. Unsere Freunde dort kauen den Al-Hojari Grad 2 und bereiten aus dem Grad 1 einen Sud.

Was sagt die Forschung?

Weihrauch beschäftigt auch die moderne Wissenschaft, und ein großer Teil dieser Forschung stammt aus Deutschland. An der Universität Tübingen hat Professor Hermann P. T. Ammon über viele Jahre die Inhaltsstoffe des Weihrauchs untersucht, die sogenannten Boswelliasäuren. In klinischen Studien wurden Extrakte aus indischem Weihrauch unter anderem bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und bei Kniearthrose geprüft.

Die Ergebnisse sind gemischt. Eine Studie am Klinikum Mannheim der Universität Heidelberg fand 2001 bei akutem Morbus Crohn eine vergleichbare Wirkung wie ein gängiges Medikament. Eine größere Folgestudie mit 22 deutschen Kliniken konnte 2011 dagegen keinen Schutz vor neuen Krankheitsschüben nachweisen. Bei Kniearthrose kommt eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020, die sieben Studien zusammenfasst, zu überwiegend positiven Ergebnissen.

Wichtig zur Einordnung: Diese Studien wurden mit hochdosierten Extrakten in Kapselform durchgeführt – nicht mit gekautem Harz – und überwiegend mit indischem Weihrauch, nicht mit äthiopischem Luban. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht auf unseren Kau-Weihrauch übertragen.

Welcher Kau-Weihrauch ist der richtige?

Für uns ist die Diskussion müßig, ob Kau-Weihrauch aus Jemen, Somalia oder Äthiopien der richtige ist. In jedem Land schwören die Einheimischen auf ihren eigenen – und das wahrscheinlich zu Recht.

Wichtiger als die Herkunftsfrage ist aus unserer Sicht die Qualität und Reinheit des Weihrauchs – dazu gleich mehr.

Wie schmeckt Kau-Weihrauch?

Wer Kau-Weihrauch kauen möchte – und nicht räuchern, wozu er übrigens hervorragend geeignet ist – sollte wissen: Er schmeckt nicht nach Minzkaugummi.

In den Herkunftsländern wird zum Kauen Weihrauch verwendet, der einigermaßen angenehm schmeckt und in der Konsistenz an Kaugummi erinnert. Und tatsächlich sorgt er für einen frischen Atem. Aber er ist eben doch ein Baumharz mit all seinen bitteren, herben Anteilen – das sollte man wissen, bevor man ihn zum ersten Mal probiert.

Wie wird Kau-Weihrauch traditionell gekaut?

In den Herkunftsländern nimmt man ein kleines Stück, etwa so groß wie eine Erbse, in den Mund und kaut es langsam. Das Harz wird dabei durch den Speichel weich und gummiartig. Kleinere Stücke lassen sich einfach zusammennehmen – sie verbinden sich beim Weichwerden zu einem größeren Stück.

Zum Räuchern eignet sich Luban ebenso gut – am besten im Räucherstövchen oder auf Kohle. Wer gerade mit dem Räuchern beginnt, findet in unserem Al-Hojari Mix Grad 1–3 einen idealen Einstieg.

Warum wir unseren Luban im Labor prüfen lassen

Wir verkaufen Weihrauch ausschließlich zum Räuchern und geben keine Empfehlungen für Weihrauch als Heilmittel. Uns ist aber bekannt, dass viele Kunden ihn auch anders verwenden.

Das ist uns Anlass genug, unserem Luban besondere Sorgfalt zu widmen. Deshalb lassen wir ihn regelmäßig in einem akkreditierten deutschen Labor untersuchen: auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln sowie auf Fremdbesatz und Insektenbefall. Die Ergebnisse waren dabei stets einwandfrei. Den feinkörnigen Luban mahlen wir selbst aus derselben geprüften Ware.

Außerdem verwenden wir diesen Weihrauch für unsere Weihrauchseife.

Laborgeprüfte Qualität
Unser Kau-Weihrauch Luban (Boswellia Papyrifera) wird regelmäßig in einem akkreditierten deutschen Labor untersucht – keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachweisbar, kein Fremdbesatz, kein Insektenbefall.

Ein echtes Naturprodukt
Größe und Farbe der Stücke variieren von Ernte zu Ernte. Weil das Harz vom Baum geschabt wird, sind vereinzelte Rindenanteile möglich – das ist kein Qualitätsmangel.


Unsere Kau-Weihrauch-Sorten

Kau-Weihrauch Luban großkörnig
Boswellia Papyrifera aus Äthiopien, 1. Wahl – laborgeprüft.
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Kau-Weihrauch Luban feinkörnig
Boswellia Papyrifera aus Äthiopien, 1. Wahl – aus derselben laborgeprüften Ware selbst gemahlen.
→ Kau-Weihrauch Luban feinkörnig ansehen


Häufige Fragen zu Kau-Weihrauch

Was ist Kau-Weihrauch?
Kau-Weihrauch ist Weihrauchharz, das in seinen Herkunftsländern seit Jahrhunderten gekaut wird – für einen frischen Atem und in der traditionellen Volksheilkunde. Er ist zugleich ein hervorragendes Räucherwerk.

Welcher Kau-Weihrauch ist der beste?
In jedem Herkunftsland – Oman, Äthiopien, Somalia, Jemen, Indien – schwören die Einheimischen auf ihre eigene Sorte. Eine belegte Überlegenheit einer Sorte gibt es nicht. Wichtiger als die Herkunft ist aus unserer Sicht die Reinheit der Ware.

Wie schmeckt Kau-Weihrauch?
Nicht wie Kaugummi. Er ist ein Baumharz mit bitteren, herben Anteilen – das ist normal. Er sorgt für frischen Atem, hat aber einen deutlich harzigen Geschmack.

Wie wird Kau-Weihrauch traditionell verwendet?
In den Herkunftsländern kaut man ein erbsengroßes Stück langsam, bis das Harz weich und gummiartig wird. Kleinere Stücke nimmt man einfach zusammen.

Wird Weihrauch auch getrunken?
Im Oman wird aus Weihrauch traditionell ein Sud zubereitet und getrunken. Wir verkaufen Weihrauch allerdings ausschließlich zum Räuchern.

Was sagt die Forschung zu Weihrauch?
In Deutschland wurde viel zu Weihrauch geforscht, unter anderem von Professor Ammon an der Universität Tübingen. Klinische Studien mit Extrakten aus indischem Weihrauch, etwa bei Morbus Crohn oder Kniearthrose, kamen zu gemischten Ergebnissen. Da sie mit hochdosierten Kapseln durchgeführt wurden, lassen sie sich nicht auf gekauten Luban übertragen.

Worauf sollte man vor der Verwendung achten?
Wer Weihrauch anders als zum Räuchern verwenden möchte, sollte vorher einen Arzt oder Apotheker nach möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen fragen. Unser Luban wird regelmäßig im Labor geprüft.


Kau-Weihrauch Luban – laborgeprüft aus Äthiopien
Boswellia Papyrifera, 1. Wahl – in großkörnig und feinkörnig erhältlich.

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Quellen zur Forschung:
Gerhardt H. u. a.: Therapie des aktiven Morbus Crohn mit dem Boswellia-serrata-Extrakt H 15. Zeitschrift für Gastroenterologie 2001 (zur Studie)
Holtmeier W. u. a.: Boswellia serrata zur Remissionserhaltung bei Morbus Crohn. Inflammatory Bowel Diseases 2011 (zur Studie)
Yu G. u. a.: Übersichtsarbeit zu Weihrauch bei Kniearthrose, 2020 (zur Studie)

Hinweis der Firma Kirchen-Weihrauch: Wir verkaufen Weihrauch ausschließlich zum Räuchern und führen keine Heil- oder Gesundheitsberatung durch. Die hier beschriebenen Traditionen und Studien sind keine Empfehlung zur Anwendung und kein medizinischer Rat. Bevor Sie Weihrauch in irgendeiner Weise selbst anwenden, fragen Sie bitte einen Arzt oder Apotheker nach möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen.

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