Über Kau-Weihrauch wurde im Internet schon viel geschrieben, deshalb möchte ich gerne lediglich noch ein paar Ergänzungen aus unserer Sicht und Erfahrung geben.

Aber trotzdem zur Einleitung natürlich noch kurz, um was es sich handelt. Weihrauch ist ein Baumharz eines Laubbaumes mit dem Hauptverbreitungsgebiet in einem Gürtel von Indien, über Oman, Jemen bis an die Afrikanische Ostküste, Somalia, Äthiopien, Eritrea. Er wird in allen Herkunftsländern seit Jahrhunderten, bis Jahrtausenden, neben dem Räuchern in Ritualen oder zur Reinigung und Beduftung der Kleidung, auch medizinisch als Heilmittel zum Kauen oder als Sud verwendet. Somit ist für uns die Diskussion müßig, ob jetzt Kau-Weihrauch aus Jemen der richtige ist, oder der aus Somalia oder der aus Äthiopien. Auch in Indien wird der Boswellia serrata dazu verwendet. Und unsere Freunde im Oman genießen die wohltuende Wirkung des Al Hojari, Grad 2 zum Kauen und den Grad 1 als Sud. Auch die Argumentation der besseren Wirkung des einen oder anderen Kau-Weihrauchs ist unserer Meinung nach wenig sinnvoll, da noch nicht einmal erforscht ist, auf was die Wirkung jetzt genau beruht. In jedem Land schwören die Einheimischen auf ihren Kau-Weihrauch. Und das wahrscheinlich zu Recht.

Wichtiger scheint uns der Hinweis, dass sich jemand der den Kau-Weihrauch nicht räuchert, wozu er übrigens exzellent geeignet ist, sondern tatsächlich zum Kauen verwendet, sich bewusst sein sollte, dass er nicht nach Spearmint Kaugummi schmeckt. Natürlich wurde in den Herkunftsländern zum Kauen Weihrauch verwendet, der auch einigermaßen noch erträglich schmeckt und von der Konsistenz Kaugummi ähnlich ist. Und tatsächlich macht er ja auch einen frischen Atem. Aber er ist eben doch ein Baumharz mit all seinen bitteren, herben Anteilen.

Was für uns noch wichtig ist. Wir dürfen keinerlei Empfehlungen für Weihrauch als Medizin ausgeben. Deshalb am Ende des Blogs auch noch einmal ausdrücklich ein Disclaimer dazu. Es gibt ja aber auch im Internet jede Menge an Informationen zu Untersuchungen der medizinischen Wirksamkeit von Weihrauch bei Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, sowie bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke. Zum Beispiel unter Professor Ammon aus Tübingen, der erst kürzlich ein interessantes Buch dazu herausgebracht hat. Trotzdem ist uns natürlich bekannt, dass sehr viele Kunden den Weihrauch nicht nur zum Räuchern verwenden. Dieses Wissen wiederum ist uns Anlass genug, unserem Weihrauch eine besondere Sorgfalt zukommen zu lassen. So lassen wir die Sorte Kau-Weihrauch, den wir zum Beispiel als Boswellia sacra aus Äthiopien beziehen, noch extra in einem deutschen Labor wenigstens auf Pestizide prüfen. Auf Mikroben haben wir auch schon untersuchen lassen, was aber aufgrund der antibakteriellen Wirkung des Weihrauchs nicht notwendig ist. Von unserem Direktimport aus dem Oman kennen wir die Anbaubedingungen aus unseren Besuchen vor Ort persönlich. Andere Sorten sind wir derzeit dabei zu prüfen, sie auch im Labor untersuchen zu lassen. Denn auch zum Räuchern macht es Sinn, keine von Menschenhand zugegebenen Giftstoffe wie Pestizide im Räucherharz zu haben.

 

Birgit Hermenau

Kirchen-Weihrauch

 

Disclaimer der Firma Kirchen-Weihrauch:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir hier keine Heil- oder Gesundheitsberatung durchführen. Für Schäden durch den Gebrauch der hier aufgeführten Weihrauch-Harze und deren Anwendung übernehmen wir keinerlei Haftung! Bevor Sie sich selbst mit Weihrauch behandeln, sollten Sie unbedingt vorher einen Arzt oder Apotheker nach irgendwelchen Nebenwirkungen und auch Wirkungen befragen! Der hier vorgestellte Kau-Weihrauch stellt keine medizinische Behandlungsmethode dar, auch nicht einen medizinischen Rat zur Behandlung von Krankheiten. Wenn Sie diese Weihrauchanwendungen bei sich oder anderen durchführen, so geschieht dies ohne die Verantwortung des Inhabers dieser Seiten, sondern allein auf eigene Verantwortung! Studien zu Kau-Weihrauch fehlt momentan noch eine Anerkennung durch die Schulmedizin. Die Schulmedizin verlangt hierfür placebokontrollierte klinische Studien. Diese liegen bisher unseres Wissens nach noch nicht vor.